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Posts Tagged ‘Modetrends’

Ein Video und drei schnelle Lesetipps des vergangenen Monats:

Eins: „The Colour of Beauty“ von Elizabeth St.Philip erzählt vom Rassismus in der Modeindustrie, davon wie schwer es dunkelhäutige Models haben, wenn die meisten Firmen weiße Frauen als Standard ansehen und dunkle Models nur dann buchen, wenn sie aussehen „wie Weiße in Schokolade getaucht“.

Zwei: Matthew Evans fragt im Freitag: „Und was tragen wir morgen?“ Er kommentiert die verzweifelte Suche nach Modetrends mit dem schönen Satz „Mut ist nicht mehr besonders rebellisch, wenn er schon sieben Monate vorher vorprogrammiert wurde.“

Drei: Das Ms Magazine stellt der US-Modekette Forever21 die Frage, ob sie nicht mit ihrer Umstandsmodelinie Teenagerschwangerschaften als etwas Normales oder sogar Schickes propagiert.

Vier: Eine Abrechnung zum kulturellen Einfluss von Barbie:

While it is true that Barbie is more complex than the Bratz (the googly-eyed dolls with a “passion for fashion”) and has had at least 125 jobs over the last half-century (…) Barbie is not defined by her career (…). She is a timeless beautyicon. Period.

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Während der Berlin Fashion Week sprach Christoph Harrach, Geschäftsführer von Karma Konsum, über die Zukunft der Modebranche in Sachen Nachhaltigkeit. Dabei gab er dieses Statement ab:

„Brauchen wir zwei Saisons im Jahr? Brauchen wir 14-tägige Sortimentsverkürzungen? Ist Massenproduktion überhaupt der Weg der Zukunft? Oder sind nicht regionale Wertschöpfungsketten, Handarbeit wieder ein Thema, Crafting? Wenn man sich die Crafting-Bewegung anguckt, da würde mir als Modehersteller schon ein bisschen Angst und Bange werden, wenn die Hipster jetzt anfangen zu stricken und zu häkeln. Das sind heute noch die Hipster, aber das sind Meinungsführer, Vorbilder für die Follower. Vielleicht ist es angeraten, dass Modekonzerne irgendwann Stricknadeln und Garn verkaufen, in Bioqualität.“

Letzteres ist ein bisschen als Witz gemeint, klar. Aber doch ist Harrachs Statement als Ganzes auch überdenkenswert. Kann die Crafting- zur Massenbewegung werden und damit die Zukunft der Modebranche? Kann das funktionieren, vor allem auch in Größenordnungen, dass sie marktrelevant wird? Beim Blick auf die Preise bei Etsy.com oder Dawanda.de sieht das Ganze ja eher nach Selbstausbeutung als nach zukunftsfähigem Modell aus.

Und trotzdem.

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